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Vereinigte Arabische Emirate - Deutschland (in Dubai) 2:7 (0:4) | 02.06.2009 Drucken
Freundschaftsländerspiel / Al-Maktoum-Stadium (25.000 Zuschauer)

Um 5h in der Frühe starteten wir vom Shanghai Hunan Hotel die erste Etappe unserer Heimreise. Vom Airport Pudong brachte uns ein erneut prall gefüllter Emirates-Flieger in neun Stunden nach Dubai. Die Einreise gestaltete sich als reine Formalität, nach zwei oder drei Fragen war der Stempel im Pass und wir konnten das Terminal verlassen. Angesichts der drückenden Hitze wurde schnell für knapp 60 Euro für sechs Stunden ein Taxi gemietet. Ein mehr als fairer Kurs für vier Personen. Der Fahrer glich einem Ahmadinedschad-Double und fuhr uns brav zu diversen Sehenswürdigkeiten, wenn man denn Einkaufszentren und eine Indoor-Skihalle dazu zählen kann. Die künstlich angelegten Palm Islands kann man ohnehin nur aus der Luft wirklich erfassen und somit war der fast fertig gestellte Burj Dubai in meinen Augen die Hauptattraktion. Der über 800 Meter hohe Wolkenkratzer überragt einfach alles! Insgesamt hat mir der eine Nachmittag in Dubai aber gelangt. Nicht nur angesichts der Hitze muss ich hier nicht noch einmal hin. Trotz aller Gigantomanie wirkt die gesamte Stadt irgendwie erschreckend leblos und steril. Und zum Einkaufen oder Ski fahren muss ich nicht 6 Stunden in die Wüste fliegen.



Am Stadion herrschte 4 Stunden vor Anpfiff noch nicht viel Betrieb und keiner wusste, wo wir unsere Voucher in Tickets umtauschen konnten. Nachdem wir 3x hin- und hergeschickt worden waren, fanden wir endlich die DFB-Tante mit den Eintrittskarten. Danach ließen wir uns beim Hotel der Mannheimer absetzen, wo wir unser Handgepäck abstellen konnten. Die Mannheimer waren schon ein wenig länger vor Ort, und hatten schon per SMS gewarnt, dass es mit „Intoxication“ hier nicht so einfach laufen würde. Erneut per Taxi ging es wieder zum Al-Maktoum-Stadion, welches mit 12.000 Plätzen für den heutigen Abend einen absolut ausreichenden Rahmen bot. Bei immer noch schwer erträglichen Temperaturen verloren sich etwa 7000 Zuschauer auf den Rängen, wobei wie schon in Shanghai der Großteil von ortsansässigen Deutschen gestellt wurde. Einheimische waren kaum auszumachen, womit die Effektivität dieser Bundesliga-Werbetour durchaus in Frage gestellt werden dürfte. Wie beim Spiel in China glich der deutsche Block mehr einer Fanmeile, aber wer Bock hat, bei über 30 Grad mit Perücke rum zu laufen, den soll man nicht aufhalten.
Die Organisation der Veranstaltung war leider etwas amateurhaft, so warteten Spieler wie Zuschauer vergeblich auf die Nationalhymnen und lauschten stattdessen dem Brummen der Lautsprecher. So was erlebt man auch nicht alle Tage. Das Spiel war das erwartete Schaulaufen und sogar Chancentod Gomez netzte heute alleine 4x ein. Die Spieler der Emirate-Auswahl hatten zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance. Stimmungstechnisch hielt es sich auf den Rängen auch in Grenzen, obwohl im Gegensatz zum China-Spiel mehr „normale Leute im Stadion waren. So wurde nach dem 1:0  sogar ein wenig gezündelt. Trotz des Torfestivals sehnte man doch irgendwie den Abpfiff herbei. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal bei einem anderen Spiel weit über zwei Liter Wasser getrunken zu haben ;-)
Nach dem Spiel wurden fix ein paar Taxis erkämpft und die Sachen aus dem Mannheimer Hotel geholt. Nach einem kleinen Fußmarsch durch verlassene Häuserschluchten erreichten wir dann einen der wenigen Läden mit Alkohol-Lizenz, welcher von den Waldhöfern am ersten Abend ausgekundschaftet wurde. Angesichts der Preise wurden wir unsere überschüssigen Dirham relativ zügig los, bevor um 3h die Lichter angingen und der Laden schloss. Mit dem Taxi ging es zurück zum Airport, wo bis 9h noch ein paar Stunden totgeschlagen werden mussten. Die letzte Etappe der Asienreise verlief relativ entspannt, da der Flieger wieder ziemlich leer war und die Strapazen der letzten beiden Tage einen dann doch schnell Schlaf finden ließen. In Hamburg durften gab es noch ein wenig Billigflieger-Feeling, als wir außerplanmäßig über das Rollfeld aussteigen mussten, da man die Fluggastbrücke geschickt in das Triebwerk hineingerammt hatte.

 
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