FC Grün-Weiss Piesteritz - 1. FC Magdeburg 0:5 (0:0) | 17.12.2005
FSA-Pokal-Halbfinale (Verbandspokal Sachsen-Anhalt) / Stadion im Volkspark Wittenberge-Piesteritz (756 Zuschauer)
Am heutigen Samstag stand der letzte Spielbesuch für dieses Kalenderjahr auf dem Programm. Das Halbfinale im FSA-Pokal Sachsen-Anhalt zwischen dem gastgebenden Verbandsligisten Grün-Weiss Piesteritz und dem souveränen Tabelleführer der Oberliga Nordost-Süd FC Magdeburg.
Der Anpfiff war schon um 12h mittags und dementsprechend frühe ging es los. Basti machte den Fahrer und neben mir waren noch Rocky und der Riot-Boy an Bord. Ab Helmstedt präsentierte sich die Landschaft rechts und links der Autobahn unter einer geschlossenen Schneedecke. Mit jedem Meter, dem wir der Lutherstadt Wittenberge näher kamen, wurden die Schneefälle immer heftiger und so entschloss ich mich, per Telefon in Piesteritz nachzufragen, ob den der Kick überhaupt stattfinden würde. Der nette Herr am Telefon versicherte mir, dass das Spiel natürlich stattfinden würde („ Nu glar, is doch wundrboares Fussballweddr.“).
Nach einigen Irritationen fanden wir dann im Piesteritzer Schneesturm auch den Volkspark, welcher das Stadion von Grün-Weiss beheimatet. Es hatten sich trotz der widrigen Bedingungen über 700 Zuschauer eingefunden, wovon der Gästepöbel rund ein Drittel ausmachte. Das Stadion verfügt einige Stehstufen auf beiden Geraden, wobei die Haupttribüne in der Mitte noch über eine Art Sprecherturm verfügt, auf dem sich heute sogar das Fernsehen postiert hatte. Leider gab es weit und breit keine Bratwurstbude o.ä. Nur in der Stadionkneipe hätte man nach einigem Anstehen eine Bockwurst erstehen können.
Die Platzverhältnisse waren katastrophal und erinnerten stark an den Schneekick in Plauen , den man im Frühjahr besucht hatte. Nur die Linien waren notdürftig freigeräumt und bildeten so einen schönen Graben, der dem runden Leder immer wieder mal eine andere Richtung gab. Ich möchte gar nicht wissen, was in Bezug auf Schnee passieren muss, damit im NOFV-Bereich mal ein Spiel abgesagt wird. Wahrscheinlich haben sich die Gastgeber einen kleinen Vorteil gegen die Magdeburger erhofft.
Bis zu Pause war auch kein Klassenunterschied zu sehen. Genauer gesagt war es einfach nur ein erbärmliches Schneegestochere. Im zweiten Abschnitt halfen die Gastgeber dann auch noch tatkräftig mit und brachten den Favoriten mit einem Eigentor auf die Siegerstraße. Nun brachen alle Dämme und der FCM legte schnell und erbarmungslos nach und erhöhte innerhalb weniger Minuten auf 0:3. Am Ende waren es dann sogar 5 Treffer, die den Magdeburgern den Einzug in das Pokalfinale sicherten. Durchgefroren machten wir uns auf den Rückweg durch eingeschneite Landschaften.