1. FC Magdeburg - Eintracht Braunschweig 1:1 (0:0) | 03.05.2008
33. Spieltag / Regionalliga Nord / Stadion Magdeburg (24.100 Zuschauer)
Am 33. Spieltag kam es zum Nachbarschaftsduell mit dem FC Magdeburg. Schon fast sieben Jahre waren seit dem letzten Pflichtspiel der Eintracht an der Elbe vergangen. Spielte man damals noch im altehrwürdigen Ernst-Grubestadion so fand diese Partie im neuen „Stadion Magdeburg“ ab, welches (noch) keinen Sponsorennamen trägt.
Die sehr unter den Anhängern recht unterschiedlich ausgeprägte Freundschaft zwischen den Vereinen musste heute auf jeden Fall ruhen. Beide lagen punktgleich hinter dem ersehnten 10. Rang und konnten mit einem Sieg einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen. Es ging also mal wieder um alles und entsprechend groß war der Andrang. Mit 24.100 Zuschauern war die Partie schon Tage vorher ausverkauft. Das Wetter zeigt sich auch von seiner besseren Seite und einem stimmungsvollen Fußballfest stand nichts im Wege (*klimper*). Schon früh wurde mit dem PKW angereist und noch ein guter Parkplatz in Stadionnähe gefunden. Relativ früh passierten wir die Eingangstore und beobachteten, wie sich der Bereich hinter der Gästekurve allmählich füllte. Es war wirklich schwer, ein paar bekannte Gesichter zu entdecken, da sich neben Hinz und Kunz auch Kind und Kegel auf den Weg gemacht hatten. Insgesamt fuhren an die 6.000 Blaugelbe an die Elbe. Das neue Stadion wirkt von außen auf mich ein wenig billig, aber das ist meine persönliche Meinung. Auf jeden Fall war es nach den turbulenten letzten Jahren in MD ein echtes Meisterstück, als Viertligist überhaupt einen Neubau anzuschieben. Innen sind die Sichtverhältnisse natürlich top, wenngleich die vielen Dachstützen schon ein wenig nervig sind. Aber wegen dieser Lösung war der Bau wahrscheinlich auch so günstig. Lediglich bei der Getränkeversorgung könnte noch ein wenig nachgebessert werden. Die Wartezeiten waren beim heutigen Spiel einfach indiskutabel. Zum Einlaufen der Mannschaften präsentierten die Magdeburger eine gelungene Choreo, welche einen stimmungsvollen Auftakt für dieses Spiel bildete. Es war ein schnelles und recht ansprechendes Spiel, in dem Eintracht ein leichtes Übergewicht hatte. Leider fielen keine Tore, was der guten Stimmung in den Blöcken nicht schadete. Aufgrund der großen Anzahl Mitgereister konnte man ja Schlimmstes befürchten, aber es war doch gar nicht mal so schlecht, zumal vor allem in der ersten Halbzeit alle an einem Strang zogen. Kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit wurde man dann auch belohnt. Rückkehrer Brinkmann traf per Kopf nach einer schönen Flanke von Kumbela. Nun machte es mal wieder richtig Spaß im Block. Zumindest bis zu dem Moment wo die Eintracht-Abwehr mal wieder ein kollektives Nickerchen abhielt und dem FCM den Ausgleich ermöglichte. Nun wurde es auch auf Magdeburger Seite im Stadion noch einmal brachial laut. Eintracht vergab noch eine Riesenchance aber es blieb mal wieder nur bei einem Unentschieden. Wieder einmal wurde eine Auswärtsführung vergeigt und ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Aber noch ist alles möglich, wenn auch die Anzahl der verbleibenden Spiele immer weniger wird.