33. Spieltag / Regionalliga Nord / Stadion an der Bremer Brücke (14.100 Zuschauer)
Zu den schönsten Auswärtsfahrten in der Regionalliga Nord gehören zweifellos die Ausflüge an die Bremer Brücke nach Osnabrück. Da sich für dieses Wochenende ein Besuch beim nach OS verzogenen Jens geradezu aufdrängte machte ich mich bereits am Freitag mit Machtin und Pelle per Bahn auf den Weg. Den Abend verbrachten wir mit einem gepflegten Zug durch die kleine aber feine Kneipenszene in der Altstadt. Einzig negativ fielen hier die vielen anwesenden englischen Biermonster auf. Man fühlte sich schon fast wieder nach Portugal zurückversetzt. Der Abend war aber wirklich nett, nur vom „Osnabrücker“ Pils sollte man die Finger lassen. Am Samstagmorgen gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück, wobei man durch das geöffnete Fenster schon das erste Gegröle vom Braunschweiger Pöbel hören konnte. Schließlich holten wir uns am Supermarkt noch ein Bier auf die Faust und machten uns auf den Weg zum Gästeeingang, welcher schon großräumig für den Anhang aus der Löwenstadt abgeriegelt wurde. Wir beschlossen, relativ früh hineinzugehen, um noch einen vernünftigen Platz unter dem Dach zu ergattern. Die Bremer Brücke ist meiner Meinung nach mit das Beste Stadion, welches der Norden zu bieten hat. Wenns dann auch noch richtig voll wird und ein Spitzenspiel wie am heutigen Tag gibt, macht es umso mehr Spaß. Über 3.000 Mitgereiste lieferten einen ganz guten Support ab, der nach dem 1:0 durch Lieberknecht noch mal gesteigert wurde. Die Blaugelben waren nun gut in der Partie und genau in diesen Abschnitt fiel der Ausgleichstreffer durch ein schönes Solo von Feldhoff. Kurz vor der Pause klingelte es dann nochmal im Braunschweiger Kasten und Osnabrück ging mit einer 2:1-Führung in die Kabine.
Die Stimmung war nun leider deutlich schlechter was sich aber schlagartig änderte, als Celikovic durch einen Freistoss, der an Freund und Feind vorbei ins Tor segelte, den Ausgleich erzielte. Jetzt wurde es richtig munter, wobei auch der Linienrichter nicht unverschont blieb. Nach einigen Bierduschen wurde dann auch noch das Spiel unterbrochen und die Ordnungshüter postierten sich wichtig vor dem Block. Dabei standen sie dann sogar noch unserem Keeper im Wege rum. Frechheit! Und als ob das nicht schon gereicht hätte, gab es auch noch einen Elfer für den Gastgeber. Das besiegelte dann die Niederlage unserer Eintracht- Es hat nicht sollen sein. Der komfortable Vorsprung auf die Nichaufstiegsplätze war in den letzten Wochen dahingeschmlozen und Osnabrück hat nun sogar wieder Chancen, im Rennen um dem Aufstieg noch mal mit einzugreifen. Immerhin hatte Lübeck zeitgleich in Paderborn verloren und so kann die Eintracht es immer noch aus eigener Kraft schaffen.
Am Abend zogen wir es vor, bei Jens zu bleiben und verbrachten die Zeit mit Boertrinken und Snooker-WM gucken, was auch ganz witzig sein kann, wenn man es mit den richtigen Leuten guckt! Am Sonntagmorgen ging es dann relativ früh wieder zurück, da ich noch zum Spiel der Zweiten beim TuS Celle wollte.