Nach diversen wetterbedingten Spielausfällen hatte die Zweite heute ihr erstes Pflichtspiel im neuen Jahr zu absolvieren. In Goslar wartete mit dem souveränen der Tabellenführer ein schwerer Brocken auf die Truppe von Uwe Hain. Die äußeren Bedingungen waren durch Dauerregen nicht gerade optimal, aber wichtig war schließlich nur, dass endlich wieder Ball rollte.
Gespielt wurde heute im unteren Stadion, wo sich immerhin 620 Zuschauer eingefunden hatten. Die Polizei hielt sich heute im Hintergrund, man wurde sogar recht freundlich in Empfang genommen (und das ist nicht ironisch gemeint!). Ein Gästeblock wurde nicht formiert, man verteilte sich heute munter unter den Einheimischen. Goslar ging als klarer Favorit in die Partie. Da Hinspiel hatten die Blaugelben nur sehr glücklich mit 1:0 gewinnen können. Schon früh geriet die Eintracht in Rückstand, hatte danach aber mehr Spielanteile, welche aber nicht in den Ausgleichstreffer umgemünzt werden konnten. Einige Spieler des GSC fielen in dieser Phase nur durch ihre Schauspielerei auf, wobei der schwache Schiri gerne darauf reinfiel und darüber hinaus gelbe Karten auf Vorschlag durch Goslarer Spieler verteilte. Zu allem Überfluss fiel kurz vor der Pause noch das 2:0, womit der GSC gnadenlose Effektivität demonstrierte. Nach der Pause gelang der Eintracht unter kräftiger Mithilfe der Gastgeber mit einem Doppelschlag der etwas überraschende aber auch nicht ganz so unverdiente Ausgleich. Lange Zeit zum Jubeln blieb uns leider nicht, denn nur Augenblicke später gab der Schiri einen berechtigten Elfer, durch den der GSC erneut in Führung ging. Nach einem weiteren Treffer schien die Partie dann entschieden, wobei es dennoch immer unterhaltsamer wurde, denn der Schiri pfiff mit fortschreitender Zeit einen immer absurderen Müll zusammen. Man fragte sich so langsam, wo wohl die versteckte Kamera stand. So gab es noch einen Elfer für den BTSV, der dieses Geschenk aber offenbar nicht annehmen wollte und die Chance auf den Anschlusstreffer vergab. Für Goslar gab es noch einen Freistoß auf Torraum-Linie, weil angeblich der Ball bei zwei Abschlägen nicht ruhte. Der Freistoß wurde zum 5:2-Endstand verwandelt, womit das hohe Ergebnis dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wird. Auf den desolaten Schiri kann man die Niederlage sicher nicht schieben, aber mit so einer Leistung hätte der Clown in manchen Ländern das Spielfeld mit den Füßen voran verlassen. Es hatte etwas von Schillerstraße goes Football: Über einen Knopf im Ohr erhielt der Knaller offenbar Anweisungen wie „Gib mal einfach so einen Freistoß“ oder „Gib diesem und jenen Spieler einfach mal ne gelbe Karte“. Es war so skurril, dass man wirklich lachen musste und noch nicht einmal sauer sein konnte. Durch den Sieg festigt Goslar den ersten Platz und marschiert damit strikt weiter in Richtung Regionalliga-Relegation. Die Stimmung am Osterfeld war allerdings trotz über 600 Zuschauern noch lange nicht regionalligatauglich.