Für den heutigen Ausflug nach Brandenburg hatten sich heute nur Basti, Rocky und ich begeistern können. Fas wären wir beim großen Spargelfest in Beelitz hängengeblieben, fuhren dann aber doch planmäßig weiter nach Luckenwalde, wo der heimische FSV heute den Brandenburger SC Süd 05 empfing. Luckenwalde? Da war doch was? Richtig, die Kicker durften als Gewinner eines Mafia-Gewinnspiels im Zuge der WM-Vorbereitung zu einem Freundschaftsspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft antreten. Davon zeugten beim heutigen Spiel auch noch unzählige T-Shirts und ARD-Sportschau-Fähnchen. Event pur, aber was soll’s, für die Spieler war es sicherlich eine sehr geile Aktion. Heute stand aber wieder grauer Ligaalltag auf dem Programm. Die Luckenwalder waren in akuter Abstiegsgefahr und brauchten am heutigen Tage unbedingt einen3er. Die Brandenburger hingegen konnten ziemlich frei aufspielen, was sie auch eindrucksvoll taten. Zur Freude der ca. 20 mitgereisten BSCer ging man mit 1:0 in Führung, worauf man eine kleine Polonaise im Gästeblock startete. 0:1 war dann auch der Pausenstand. Das Catering ließ heute – trotz des netten Personals - leider sehr zu wünschen übrig. Die Bierpreise waren zwar fahrlässig günstig (0,5l für 2 EUR), aber beim Essen hakte es doch sehr. Die Würste waren entweder verbrannt oder roh und das Wasser für die Würstchen bekam man auch ewig nicht warm.
Dafür wurden die zweiten 45 Minuten dann sehr unterhaltsam. Der FSV drückte nun noch mehr auf den Ausgleich, der dann auch völlig verdient fiel. Der Gästekeeper vereitelte danach noch so manche Chance und hielt wie ein ganz Großer. Ob es an der Gabor-Kiraly-Gedächtnishose lag? Der Regen wurde nun leider auch immer stärker und man sehnte den Abpfiff herbei. Schließlich konnte sich nicht jeder mit einer mitgebrachten Flasche Korn wärmen, wie der ältere Herr auf der Bank vor uns. Kurz vor Schluss versemmelte ein Luckenwalder noch die 1000prozentige Chance zum Siegtreffer. Dies war ihm offensichtlich so peinlich, dass er so tat, als hätte er sich beim Schuss verletzt. Der Keeper vom BSC wurde nun auch noch heftigst bepöbelt und beschmissen, aber er schien ein sehr dickes Fell zu haben. Am Ende blieb es bei der Punkteteilung, die den Gastgebern nicht viel brachte, aufgrund der Patzer der Verfolger aber auch nicht so sehr weh tat.