FC Energie Cottbus - Spvvg Unterhaching 3:1 (1:1) | 14.12.2003
2. Bundeliga / Stadion der Freundschaft Cottbus (9.400 Zuschauer)
Nach überstandener Weihnachtsfeier und vier Stunden Schlaf stand heute ein Ausflug an die Ostgrenze Deutschlands an, wo wir dem Stadion der Freundschaft einen Besuch abstatten wollten. Zunächst sah es so aus, als müsste ich mit Rocky alleine fahren, denn Basti ging es augenscheinlich nicht gut. Aber bevor er uns alleine ein Kreuzchen machen ließ, kam er dann doch mit. Nachdem er im ICE-Bordklo rückwärts gefrühstückt hatte, wurde er dann aber auch langsam munter. Schließlich erreichten wir mit 10minüter Verfrühung (nennt man das so?) Berlin-Ostbahnhof. Auf die Bahn ist kein Verlass mehr. Jetzt kommen die Züge sogar zu früh an und so mussten wir 10 Minuten länger in der Kälte ausharren! Von einer Beschwerde sahen wir jedoch ab kauften lieber ein. Dann ging es mit einem Regionalexpress weiter nach Cottbus. Auf dem Weg kam ich dann auch endlich mal durch Lübben, wo wir gleich die Parade abnahmen (Insider, muss man nicht verstehen).
In Cottbus ist das Stadion nur ca. 20 Gehminuten vom Bahnhof entfernt, und so erreichten wir schon über eine Stunde vor Spielbeginn das Stadion der Freundschaft. Angesichts des Sauwetters gönnten wir uns einen überdachten Sitzplatz auf der neuen Gegentribüne. Dieses Wunderwerk der Baukunst hat einige seltsame Eigenschaften. Das Dach sieht zwar gut aus, schützt aber wirklich niemandem vor dem Regen. Aber da es dort ununterbrochen zieht wie Hechtsuppe, trocknet man auch relativ schnell wieder. Jedenfalls war es so kalt, dass mir die Finger einfroren und das Panorama-Foto deshalb diesmal nicht die gewohnte Qualität erreicht. Die ersten beiden Sitzreihen werden übrigens nicht verkauft, da man von dort nur das halbe Spielfeld sehen kann. In den Reihen 3-8 hat man noch das Geländer im Blickfeld, so dass diese auch etwas günstiger verkauft werden. Reife Leistung, Herr Architekt!
Der mittlerweile wieder zu den Lebenden zurückgekehrte Basti meinte ganz stolz, auch eine bauliche Besonderheit gefunden zu haben: „Seltsam, die haben hier gar keine Pinkelpötte auf den Toiletten. Nur Kabinen..“ - „Basti, kann es sein, dass du auf dem Damenklo warst?“ Was haben wir gelacht... Nachdem ich mir noch eine „Energie-Salami“ gekauft hatte, ging es dann auf die Plätze. Echt klasse, man darf nur ein Feuerzeug mit rein nehmen, aber Wurfsalamis gibt es drinnen zu genüge!
Das Spiel war äußerst unterhaltsam, wozu der schwache Schiri und der neue Cottbusser Publikumsliebling Francisco Copado beitrugen. Cottbus gewann das Spiel völlig verdient und hätte noch die eine oder andere Bude machen können. Das Publikum wusste zu gefallen, vor allem die Haupttribüne, die stimmungsmäßig gut mit dabei war. Ist ja leider nicht überall so. Der Hachinger „Auswärtsmob“ (15-20 Leutchen) konnte nur schwerlich auf sich aufmerksam machen.
Gut durchgefroren machten wir es uns nach einer Stärkung bei MCD in der Bahnhofskaschemme gemütlich, denn es galt 2 Stunden zu überbücken (Warum sind wir eigentlich nicht ’nen Zug eher gefahren, Rocky?). Allerdings machten die Bierpreise auf Vorkriegsnivau die Warterei ein wenig leichter. So tranken wir ein paar Bierchen und beobachteten die Gestalten, die man eben so in der klassischen Bahnhofskneipe so sieht. Schließlich fuhr dann doch endlich der gebuchte Regionalexpress, Nach einem kurzen Tankstopp in Berlin ging es dann wieder mit dem ICE nach BS, wo wir um halb 12 aufschlugen. Ein wirklich schöner Sonntagsausflug fand sein Ende