FC Energie Cottbus Am. - Eintracht Braunschweig 3:2 (1:1) | 04.04.2008
29. Spieltag / Regionalliga Nord / Alte Försterei (422 Zuschauer)
Am ungeliebten Freitagabend schickten uns die Spieplangestalter in die Lausitz wo heute der Auftritt bei der Zweitvertretung von Energie Cottbus anstand. Trotz Vollsperrung der A13 enterten wir kurz vor dem Anpfiff den noch spärlich gefüllten Gästeblock.
Dieser füllte sich dann noch langsam ein wenig mehr, wobei die völlig übermotivierten Ordern ihr Bestes gaben, um die Leute möglichst lange vom Block fernzuhalten. Was da abgegangen ist, spottet jeder Beschreibung. Rentner mussten die Schuhe ausziehen, Kugelschreiberminen mussten abgegeben werden und Handys sowie Fotoapparate wurden auf ihre Echtheit untersucht. Wenn man die Echtheit der Kamera bewies und ein Foto von diesem Zirkus machte, wurden die Ordner unverständlicherweise noch ungemütlicher. Eine Unverschämtheit! Mit 422 zahlenden Zuschauern ist diese Partie übrigens das schlechtbesuchteste Pflichtspiel der Eintracht seit über zehn Jahren. Eine ausführliche Statistik dazu gibt es unter www.blaugelb67.de . Sicherlich war auch das fast zeitgleiche Spiel der Cottbusser Profis ein Grund für den schlechten Besuch, andererseits wird es im Stadion der Freundschaft oft nur gegen die so genannten „namhaften“ Clubs oder bei Ostduellen voll. Das Stadion macht mit der neuen Heimkurve mittlerweile einen recht schicken Eindruck. Im Falle des Verbleibs in der ersten Bundesliga soll die Gästekurve auch noch umgebaut werden, womit das Stadion meiner Meinung nach zu einem echten Schmuckkästchen würde. Nun aber noch ein paar Worte zum Spiel. Cottbus ging durch einen Sonntagsschuss in Führung, wodurch sich die Blaugelben aber nicht aus dem Konzept bringen ließen. Eintracht machte das Spiel und folgerichtig fiel der verdiente Ausgleich Oehrl. Fuchs scheiterte kurz darauf mit einem Lattentreffer und so ging es mit einem Unentschieden in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt waren nicht wenige der Meinung, dass man mit der gleichen Leistung in der zweiten Halbzeit das Spiel eigentlich gewinnen müsste. Leider gab es im zweiten Durchgang wieder mal einen unerklärlichen Leistungsabfall und durch eine desolate Mannschafts“leistung“ wurden Energie in der 52 und 58. Minute die Treffer Nummer zwei und drei ermöglicht. Danach war der Drops gelutscht und der späte Anschlusstreffer von Fuchs brachte natürlich auch nichts mehr. Wenn die Mannschaft in den nächsten Spielen wieder so zusammenfällt und lustlos agiert, dann wird die Qualifikation für Liga 3 wieder mehr als unwahrscheinlich. Man hat es natürlich nach wie vor noch selbst in der Hand, da man noch bei den direkten Kontrahenten Dresden und Magdeburg spielt. Wenn dort allerdings verloren wird, dürfte es mehr als eng werden.