27. Spieltag / Regionalliga Nord / Amateurstadion Berlin (445 Zuschauer)
Heute stand ein Spiel zu ungewohnter Uhrzeit auf dem Programm. Die Amateure der Berliner Hertha sollte um 17h die Zweite Garnitur von Werder Bremen empfangen. Warum tut man sich freiwillig so einen Kick an? Ganz einfach: die Partie stieg im noch namenlosen neuen Amateurstadion auf dem Trainingsgelände am Olympiastadion. Da man mit Eintracht aus Sicherheitsgründen im Jahn-Sportpark auflaufen würde, bot es sich also an, den Feierabend etwas vorzuverlegen und gemeinsam mit Rocky und Herrn Mehner in Richtung Hauptstadt zu starten. Auch ein unerklärlicher Stau vor Magdeburg, der uns etwa eine Stunde aufhielt, konnte uns nicht von unserem Unterfangen abbringen. Gegen viertel vor 5 waren wir dann tatsächlich am Ziel angelangt. Mit der billigsten Karte (immerhin 6 Euro) in der Tasche enterten wir das Stadion wo sich doch tatsächlich 445 Zuschauer eingefunden hatten. Die Anlage macht einen sehr schicken Eindruck, wobei die Sicht von allen Plätzen gut ist und man wirklich äußerst nah am Geschehen ist. Vielleicht doch besser, dass nicht alle Gegner hier empfangen werden. Sehr zu empfehlen ist auf jeden Fall das kulinarische Angebot, wobei sich Currywurst und Bratwurst deutlich im oberen Bereich bewegten. Auch das Preisleistungsverhältnis (je 1,50 EUR) war absolut in Ordnung. Das Spiel war nicht weiter aufregend. Die Hertha-Bubis waren überlegen und münzten dies auch in eine 1-0-Pausenführung um. Waren die ersten 45 Minuten noch sehr entspannend, so wurde die zweite Spielhälfte zu einer akustischen Tortur. Hinter uns hatte nämlich eine ältere Dame Platz genommen, welche gut und gerne das Prädikat 150% Hertha auf der Stirn hätte tragen dürfen. Mit ihrem lauten wie schrillen Organ begleitete Sie jede Szene, welches sich in Schreitiraden wie „Los jätzt Hääättaaaa!“ und „Achtungg Hättaaaaa!“ äußerte. Nicht zum Aushalten. Aber auch das überstanden wir dann noch tapfer wobei auch das 2:0 nochmal eine harte Prüfung war („Toaaaa!! Supaa Hättaaaa“). Schließlich war dann endlich Schluss und ziemlich geschwind ging es wieder nach Hause. Gegen 21h waren wir wieder daheim und damit hatte man sogar noch was vom Abend.