Im Halbfinale des diesjährigen NFV-Pokals musste die Eintracht heute beim Namensvetter an der holländischen Grenze antreten. Da der ursprüngliche Termin 3. Oktober leider nicht wahrgenommen wurde, musste man also schon wieder unter der Woche auf Tour gehen. Erfreulicherweise stellte uns unser lokaler Ausstatter kurzfristig doch noch einen Bus zur Verfügung und so ging es um halb 4 ab in Richtung Amsterdam. In der Einöde des deutsch-holländischen Grenzgebietes steuerten wir dann gegen 18h das Eintrachtstadion an, wo man heute eine kleinere Auswahl der üblichen Verdächtigen antraf. Insgesamt dürften es etwa knapp 100 Blaugelbe gewesen sein. Vor dem Spiel wurde das vielfältige Angebot an Speisen Getestet. Die Bratwurst gehört auf jeden Fall in die obere Spitzeklasse. Darüber hinaus wurde Flaschenbier zu fairen Bratröhren-Preisen kredenzt. Damit sind die positiven Aspekte dieses Abends aber eigentlich auch schon aufgezählt. Der gastgebende Oberligist spielte wie erwartet im Rahmen seiner Möglichkeiten das "Spiel des Jahres", wohin gegen den Braunschweiger Profis die Bedeutung dieser Partie offensichtlich nicht bewusst war. Die erste Halbzeit wurde scheinbar mit angezogener Handbremse gespielt oder war einfach so schlecht. Bezeichnend war natürlich, dass die Führung "nur" durch einen Foulelfmeter erzielt wurde. Das schien einigen schon zu reichen und so wurde der Anfange der zweiten Halbzeit ein wenig verpennt und Eintracht Nordhorn der Ausgleich ermöglicht. In einen Hexenkessel verwandelte sich das Stadion zwar auch jetzt nicht, aber die Gastgeber wirkten nun deutlich selbstbewusster. Auch der Mannen im BSTV-Trikot zeigten nun ein wenig mehr Engagement und erhöhten den Druck auf das Nordhorner Tor, jedoch verpufften die meisten Flanken wie auch die katastrophalen Ecken meist im nichts. Kurz vor Schluss vergab Ristic mal wieder eine 100%ige und im Gästeblock fragten sich an dieser Stelle viele Leute , warum der oberligaerfahrene Hauk erst in der Schlussminute eingewechselt wurde. So kam es zum Elfmeterschießen und dort ließen uns die Bauern keine Chance. So begannen wir frustriert die Rückfahrt und versuchten uns an den Gedanken zu gewöhnen, dass man nächstes Jahr bei der Auslosung nur neutraler Zuschauer sein wird. Danke Eintracht!